Neuer Ortsbeirat in Königsberg

v.l.n.r.: Guido Rothe, Ulla Kern, Wolfgang Lenz, Elke Lepper, Marie-Luise Sonneborn

Am 14. 5. 2021 eröffnete und begrüßte Marie-Luise Sonneborn als bisherige Ortvorsteherin die Sitzung.
Das an Jahren ältestem Mitglied Elke Lepper leitete dann die Wahl der neuen Ortsvorsteherin oder des neuen Ortsvorstehers. Einstimmig – wie auch alle anderen Ortsbeiratspositionen – wurde Marie-Luise Sonneborn als Ortvorsteherin bestätigt.
Sie übernahm dann wieder und leitete die folgenden Wahlvorgänge, in denen Guido Rothe zu ihrem Stellvertreter, Bianka Kranch zur Schriftführerin und Dr. Anne Schmidt zur stellvertretenden Schriftführerin gewählt wurden. Wolfgang Lenz, Elke Lepper und Ulla Kern komplettieren das Team des Königsberger Ortsbeirates.
Unter dem Punkt verschiedenes berichtete die Bürgermeisterin Patricia Ortmann über den Stand verschiedener Projekte in Königsberg; u.a. die Fertigstellung der nun barrierefreien Bushaltestelle.

Bushaltestelle Schloßstraße / Bergstraße in Königsberg

Fotos: Lindemann

Sonntagsspaziergang in den Königsberger Wiesen

Die Schlehenhecke steht fast vor der Blüte

Für diesen Spaziergang müssen Sie von der Hauptstraße rechts abbiegen zu den Lindenhöfen. Am besten parkt man schon auf der Hauptstraße. Der Spaziergang ist was für Leute, die genau hingucken. Wiesen in bunten Farben wird man noch nicht sehen, aber bei genauer Betrachtung viele schöne Blumen, zum Teil sogar geschützte Arten.
Die oben im Foto abgebildete Schlehenhecke ist in diesem Jahr sehr spät dran mit der Blüte. An ihrem Fuße und unter Weißdorn- und Wildrosensträuchern findet man einige Frühblüher.

Schlüsselblume vor der Blüte
Schlüsselblumengruppe (Primula veris)
Hügelveilchchen (Viola collina)
Weißdorn mit Knospen (Crataegus monogyna)

An Gehölzen findet man vor allem Schlehen, Weißdorn und Hundsrosen. Alle drei Sträucher sind ökologisch sehr wertvoll. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung für viele Tiere. Schlehen und Weißdorn sind mit verschiedenen Flechten bewachsen, was im Allgemeinen als Hinweis auf saubere Luft gilt.

Weißdorn mit gelber Flechte
Schlehdorn wird besonders gern von Flechten besiedelt. Er erscheint dann von weitem ganz grau
Schlehenblüten (Prunus spinosa)
Hungerblümchen (Draba verna)

Warum heißt die Pflanze Hungerblümchen? Sie ist so winzig und wächst auf mageren Böden, ist also selbst ganz verhungert. Normalerweise wäre sie um diese Jahreszeit schon völlig von Gras überwachsen. Sie keimt im Oktober, überwintert als winzige Rosette und blüht ab Februar-März. Nur dieses Jahr ist sie so spät.
Aber vielleicht haben Sie selbst auch Hunger. Es gibt tatsächlich schon etwas zu naschen. Und mit Sauerampfer und Pimpinelle wachsen hier sogar zwei Kräuter der Frankfurter Grünen Soße.

Feldsalat (Valerianella locusta)
Sauerampfer und „Hasenbrot“, das sind die Blüten des kleinen Grases rechts. Sie schmecken nach Nüssen.
Feld-Hain-Simse (Luzula campestris) siehe Hasenbrot
Pimpinelle (Sanguisorba minor)

Ganz viel Freude beim Suchen und Finden dieser vielen kleinen Pflanzen!
Im Volksglauben galt die Echte Schlüsselblume als Schutz- und Fruchtbarkeitsmittel. In der germanischen Mythologie zählte sie zu den Pflanzen, die von Elfen und Nixen geliebt und beschützt werden. Auch wird von einer Sagengestalt, der Schlüsseljungfrau, berichtet, die auf ihrer Krone einen großen goldenen Schlüssel trägt und der Pflanze die Gabe verleiht, verborgene Schätze aufzuspüren. – Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist Primula veris besonders geschützt. BNatSchG §44Zugriffsverbote.
Die Echte Schlüsselblume liebt sonnige, kalkhaltige Wiesen, die ruhig etwas trocken sein dürften. Für entsprechende Stellen im eigenen Biebertaler Garten ist sie sehr geeignet. Aber bitte kaufen, nicht in der Natur ausgraben!

Fotos Eveline Renell

Verabschiedung von Konny Blaschek

Foto und Text Klaus Moos; aus der Gießener Allgemeinen vom 26. 3. 21

Konny Blaschek

Von 1975 bis 1986 war Konny Blaschek zunächst in der Kita Rodheim der Ev. Kirchengemeinde Rodheim/Vetzberg beschäftigt. 1986 übernahm sie den von Pfarrfrau Hildegard Stuhl initiierten Spielkreis in Königsberg, der während der Amtszeit von Bürgermeister Helmut Bechlinger durch die Gemeindegremien auf Wunsch der Eltern offiziell zum Kindergarten wurde.


Erster Arbeitsplatz von Konny Blaschek war die
Evangelische Kindertagesstätte Rodheim/Vetzberg
in der Vetzberger Straße 18

Konny Blaschek betreute zusammen mit Renate Schwindt die Kinder. Der Kindergarten war von Anfang an zweigruppig. »Im Laufe der Jahre kam immer mehr Personal dazu, die Öffnungszeiten wurden erweitert und die Altersspanne wurde auf die unter Dreijährigen ausgedehnt«, erinnert sich Blaschek. 2013/14 drohte die Eingruppigkeit, die Kommune dachte an Schließung.

Doch das Projekt »Familienzentrum«, das 2015 mit dem Landkreis Gießen in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Gießen gestartet wurde, bedeutete die Rettung.

Hierfür engagierten sich besonders auch die beiden Väter Oliver Scherer und Sascha Lepper. Mit Erfolg, die Belegungszahlen stiegen. Die Kita-Leiterin freut sich, dass sich die Eltern bis heute stets engagieren.

Aus dem Projekt heraus entstand 2014 der Förderverein Familienzentrum, der die Kita-Arbeit bis heute zusammen mit der Vereinsgemeinschaft Königsberg aktiv unterstützt. – 2015 erfolgte dann die offizielle Zertifizierung als Familienzentrum durch den Landkreis und es gab Wartelisten für die Aufnahme der Kinder.

2019 nahm die Königsberger Einrichtung erstmals am »Deutschen Kita-Preis« teil, fuhr nach Berlin zur Preisverleihung und kam unter die ersten zehn. Die Königsberger blieben am Ball. 2020 schafften sie es auf den zweiten Platz in der Kategorie »Lokales Bündnis für frühe Bildung«, der mit 10 000 Euro dotiert ist.

Zurzeit hat die Königsberger Kita insgesamt zwölf Mitarbeiter – die Kita-Leiterin, fünf Erzieherinnen, vier Praktikantinnen und Studenten sowie eine Hauswirtschafterin und eine Raumpflegerin. Die 31 Kinder sind in zwei altersübergreifenden Gruppen organisiert. Es wird mit dem »offenen Konzept« gearbeitet.

Die kommissarische Leitung wird ab dem 1. April Daniela Heinzelmann übernehmen. Blascheks Stelle ist ausgeschrieben und soll neu besetzt werden. »Ich war gerne in Königsberg.

Konny Blaschek: »Ich war gerne in Königsberg. Es war eine erfüllte Zeit mit vielen positiven Erlebnissen und Ereignissen. Die zu Beginn meiner Arbeit fixierte Konzeption ist inhaltlich bis hin zur Integration heute auch in den einschlägigen Vorschriften enthalten, Mein Wunsch für die Zukunft: Dass die Kita das Erreichte bewahrt und weiter entwickeln kann.«

Im Ruhestand will die Kita-Leiterin sich mehr Zeit für sich selbst und die Familie nehmen. Eine Abschiedsfeier wird es an ihrem letzten Arbeitstag am 30. März zwar nicht geben.

Doch alle, die lange mit Kornelia Blaschek zusammengearbeitet haben, können sich von der Kita-Leiterin kurz verabschieden: von 11 bis 16 Uhr, unter Einhaltung der strengen Corona-Vorschriften und dem gebotenen Abstand, im Außenbereich der Königsberger Kita.

Ergebnis Ortsbeiratswahl 2021

Wir vom Bilderbogen gratulieren den neuen gewählten Mitgliedern des Ortsbeirates Königberg und wünschen Ihnen viel Erfolg & Gelingen bei Ihrem Handeln.

Kandidat

Marie-Luise Sonneborn

Guido Rothe

Ursula Kern

Wolfgang Lenz

Elke Lepper


Bianka Kranch

Matthias Justus

Dieter Gutzeit

Peter Pilger

Stimmenanzahl

477

392

250

219

193


150

97

96

48

Quelle: Ergebnisse

Biebertal hat den besten Zupfinstrumentenbauer

Bundessieger Marius Keller präsentiert sein Gesellenstück

Marius Keller aus Rodheim – zunächst Kammersieger und Landessieger des Deutschen Handwerks in Hessen – ist nun beim Leistungswettbewerb zum ersten Bundessieger im Zupfinstrumentenmacher-Handwerk gekürt worden.

Gelernt hat er in einer verkürzten Lehrzeit von 2018 bis 2020 bei Gitarrenbauer und Ausbilder Michel Brück (Gitarrenwerkstatt Michel Brück) in Königsberg.
Sein Gesellenstück, mit dem er die Jury begeistern konnte, war eine „Klassische Konzertgitarre“ nach dem Vorbild der historischen spanischen Konzertgitarre von Antonio de Torres . Äußerlich besticht das Instrument durch ihre Fichtendecke mit Schellackpolitur. Dafür gab es vom Prüfungsausschuss eine Fertigungsvorgabe von 100 Stunden.

Hier ein Link zu einem akustischen Eindruck einer solchen Gitarre, der nur einer von vielen Videos auf YouTube zum Thema de Torres ist.

Leider bekam der 27jährige Bundessieger in seinem Ausbildungsberuf die Siegerurkunde des „Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin“ Pandemie-bedingt per Post, statt persönlich in Berlin. So bekannte Keller, statt vor der Jury, dem hiesigen Lokalreporter Klaus Waldschmidt gegenüber, dass er selbst gerne Gitarre spielt. In der Ausbildung habe er die Eigenschaften der verschiedenen Hölzer kennengelernt und das Material Holz begeistere ihn.
Marius Keller lobte im Interview das gute Arbeitsklima, das freundschaftliche Verhältnis zu seinem Chef und die gute Betreuung in der kleinen Werkstatt, wo er jetzt als Geselle arbeitet, Michel Brück lobte die große Liebe zum Detail, Geschick, Präzision und das sehr gute Gefühl für die Materialien seines Schülers. „Ich empfinde es als großen Glücksfall, dass Marius in meiner Werkstatt arbeitet“, fügte noch hinzu.

Quelle: Gießener Anzeiger, Foto: Waldschmidt

Kandidaten stellen sich vor: Ortsbeiratswahl 2021


Am 14. März 2021 wird bei den Kommunalwahlen für Königsberg ein neuer Ortsbeirat gewählt. Erstmals war die Liste dieses Mal „offen“, so dass sich auch parteilich nicht gebundene Bürger/innen zur Wahl stellen konnten, um sich in diesem Gremium für ihren Ort zu engagieren.
Auch der zukünftige Ortsbeirat wird 5 Mitglieder haben.



MarieLuise
Sonneborn
geb. 1960 Laborantin


Ich möchte mich für den Ausbau/ Umbau unseres Kindergartens einsetzen. Ein weiteres persönliches Anliegen ist die Erhaltung und Verbesserung unserer Infrastruktur, damit unser Dorf weiter-hin für junge Familien attraktiv bleibt.

Guido Rothe

geb. 1958 Beamter


Mit meiner mehr als 30-jährigen ehrenamtlichen Erfahrung in verschiedenen Königsberger Ortsvereinen (u. a. als Vorsitzender des TSV 1907 Königsberg und der Vereinsgemeinschaft) möchte ich mich nun auch im Ortsbeirat für die Belange Königsbergs in der Gemeinde Biebertal einbringen.

Bianka Kranch

geb. 1977 Bankkauffrau


Ich möchte mich für die Belange aller Königsberger einsetzen, soweit dies im Rahmen des Ortsbeirats möglich ist, sowie die Erweiterung der Kita weiter voranbringen.

Wolfgang Lenz

geb. 1963 Verwaltungs-Angestellter


Neben meinem Engagement in der Feuerwehr möchte ich weiter aktiv in Ortsbeirat und Gemeindevertretung dazu beitragen, dass Königsberg eine gute Entwicklung nimmt und z. B. bei Sanierung und Ausbau der Kita von den Fördermöglichkeiten des Dorf-entwicklungsprogramms profitiert.

Elke Lepper

geb. 1953 Rentnerin


Unsere Dorfgemeinschaft lebt vom Miteinander und der Bereitschaft sich für seine Mitmenschen einzusetzen. Deshalb will ich mich im Ortsbeirat auch weiterhin für ein lebenswertes Königsberg engagieren.

Dieter Gutzeit

geb. 1951 Rentner


Ich bin im Königsberger Vereinsleben aktiv. Für den Ortsbeirat kandidiere ich, weil ich mich für ein lebendiges Dorf mit einer guten Infrastruktur und weniger LKW-Verkehr in der Bergstraße einsetzen möchte. Ich bin für die Energiewende, dafür brauchen wir aber keine Windräder im Helfholz.

Matthias Justus

geb. 1979 Maschinenbautechniker


Ich möchte frischen Schwung in den Ort bringen und mich für alle Königsberger, besonders auch für die Jüngeren einsetzen.

Peter Pilger

geb. 1948 Rentner


Mich dort politisch zu engagieren wo ich lebe und arbeite war und ist für mich heute als Rentner noch immer eine Selbst-verständlichkeit.

Ursula Kern

geb. 1963 Physio-Therapeutin


Ich möchte mich gerne stärker im/fürs Dorf engagieren, Projekte anstoßen und begleiten.
Ganz im Sinne von mehr Bürgerbeteiligung.

Oberhalb von Königsberg – eine Gedenktafel

An einem ruhigen, fast idyllischen, aber selbst im Winter irgendwie doch düster erscheinendem Ort ohne Weitblick, wie es sonst oberhalb von Königsberg so verlockend ist, steht ein Gedenkstein.

Die Gedenktafel ehrt Wladislaw Kaczmarek,
erinnert an seinen Tod und den Irrsinn des faschistischen Rassenwahns im Nationalsozialismus.

Fotos: Lindemann