EinLaden in Königsberg

– und ein Kindheitstraum wird wahr

Etwa 40 BesucherInnen in der Mehrzweckhalle in Königsberg

Am Montag den 13. Juni trafen sich etwa 40 Leute auf Einladung der Vereinsgemeinschaft, der Ortsvorsteherin Marie-Luise Sonneborn und vor allem der Initiatorin und Moderatorin der Veranstaltung Sara Jung in der Mehrzweckhalle. Königsberg. Wir selber waren unzureichend informiert, dachten, da solle was angebahnt werden. Aber in Wirklichkeit wurde vorgestellt, wie weit die Planungen für den zukünftigen Dorfladen bereits gediehen sind. Die Moderatorin Sara Jung erzählte, dass sie sich mit einem Laden auch einen Kindheitstraum erfüllt: Sie wollte schon immer eine Kasse bedienen.

Sara Jung brennt für das Ladenprojekt

Auf den im April verteilten Flyer – siehe unten – mit 400 Exemplaren gab es eine erstaunlich große Rückmeldung. Über 20 Leute meldeten sich schriftlich zurück mit einer Menge guter Ideen. eine viel größere Anzahl Königsberger/innen sagte mündlich ihre Unterstützung zu.
Rückmeldungen gab es zum Sortiment: Gewünscht werden Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker oder H-Milch, aber auch Fleisch, Eier, Getränke und Lebensmittel, die mal schnell gekauft werden können, weil sie zu Hause gerade fehlen. Auch Brötchen sollen an den Tagen ins Sortiment, an denen früh geöffnet wird.

64% wünschen Grundnahrungsmittel
18% wünschen Biofleisch und Wurst

Vorstellbar ist der Verkauf von schönen selbst gefertigten Dingen. Auf jeden Fall solle es kein Ramschladen werden, sondern stilvoll sein.

Folgendes ist bereits geklärt:
Standort: Steinstraße, ehemals von der Volksbank genutzte Räume
Finanzierung: Sicher sind 10.000,-€ die die Initiative beim Wettbewerb „Volksbank hilft“ für den 1. Platz bekommt. ; Außerdem sollen Anteilsscheine verkauft werden, die später, sobald der Laden eröffnet hat, in Ware umgetauscht werden können. Weitere Geldquellen werden noch gesucht und angezapft. Anträge wurden schon gestellt bei LEADER Gießener Land und bei Wirtschaft Regional.
Warenlieferung: Es gab bereits viele Gespräche mit Erzeugern aus dem näheren Umkreis, die eine Belieferung zugesagt haben.
Hintergrundwissen: Vor allem Herr Falk/Edeka Rodheim war hier unterstützend am Werk. Das betrifft die Ladeneinrichtung, Kühltheken, Preisgestaltung …

Der Name: Dorfladen ist eine geschützte Bezeichnung. Frau Ortmann hatte die Idee EinLaden, der zu Wortspielen einlädt: jemanden freundlich auffordern, bitten zu kommen, Gast zu sein oder mitzugehen, um gemeinsam etwas zu tun, jemandem die unentgeltliche Teilnahme an etwas anbieten, besonders auch  (schweizerisch) jemanden auffordern, etwas zu tun, etwas in ein Fahrzeug schaffen (umladen, verladen, aufladen, abladen, beladen)

In der Versammlung wurde über die App menti.com über die Öffnungszeiten abgestimmt. Favorisiert wurde der Vorschlag mit Öffnungszeiten am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag. Am Sonntag soll für ein kleines Café geöffnet werden. Drinnen und draußen ist Platz für je drei Tische. Da die Kuchen von ca. 60-70 KuchenbäckerInnen kommen können, heißt es hier „Verzehr auf eigene Gefahr. Auch einen Eintopftag kann man sich vorstellen.

Man geht davon aus, dass die Preise etwas höher sein werden als im Supermarkt.
Die Ladenmiete wird mit etwa 300 € ins Auge gefasst.

Träger von EinLaden ist die Vereinsgemeinschaft Königsberg, deren Vertreter voll hinter diesem Projekt stehen.

…noch einiges zu tun bis zur Eröffnung

Auf Grund der Rückmeldungen zum Flyer hat sich bereits eine größere Gruppe für Renovierungs- und Bauarbeiten gebildet. Diese Gruppe trifft sich am Montag den 20. Juni erstmals in den Räumen in der Steinstraße.

Fotos: Winfried Senger

Hier folgt der Inhalt des Flyers, der im April an 400 Haushalte in Königsberg verteilt wurde.

Was fehlt Königsberg?

RICHTIG

ein kleiner

Dorfladen

Liebe Königsbergerinnen und Königsberger,

wir sind gerade im Prozess, einen kleinen Dorfladen mit Verweilmöglichkeit in den Räumen der ehemaligen Volksbank ins Leben zu rufen.

Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Als Erstes möchten wir gerne wissen:

Was soll im Dorfladen angeboten werden? (bitte ankreuzen und wenn gewünscht ergänzen)

  • Grundnahrungsmittel wie z.B. Mehl, Butter, Milch, Nudeln etc.
  • Hygieneartikel wie z.B. Toilettenpapier, Taschentücher etc.
  • Fertigprodukte wie z.B. Konserven
  • Säfte, Limonaden, Wasser
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Damit das ganze Projekt starten kann, benötigen wir noch tatkräftige Unterstützung.

Wer kann uns helfen beim: (bitte ankreuzen und wenn gewünscht ergänzen)

  • Renovieren (Tapezieren, Boden neu, malern)
  • Regale bauen
  • Regelmäßig Kuchen für den Verkauf backen
  • Im Rahmen der Öffnungszeiten beim Verkauf helfen
  • Administratives / Buchhaltung etc.
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Für alle Freiwilligen, Helfer und die, die es interessiert wird es noch eine Veranstaltung geben, um das Konzept des Dorfladens vorzustellen.

Vorerst benötigen wir aber erst einmal eine Rückmeldung, ob so ein kleiner Laden in Königsberg gewünscht ist und ob wir mit tatkräftiger Unterstützung rechnen können.

Daher bitte eine Rückmeldung mit Kontaktdaten (Name, Straße, Telefon, E-Mail) bis 08.04.2022 an:

Sara JungSteinstraße 8+  sarajung2005@gmail.com
Guido RotheBergstraße 53+  g.rothe@vg-königsberg.de
Thorsten SchererAm Buchacker 13+  t.scherer@vg-königsberg.de
Oliver SchererSchlossstraße 22+  o.scherer@vg-königsberg.de
   

Biebertal hat den besten Zupfinstrumentenbauer

Bundessieger Marius Keller präsentiert sein Gesellenstück

Marius Keller aus Rodheim – zunächst Kammersieger und Landessieger des Deutschen Handwerks in Hessen – ist nun beim Leistungswettbewerb zum ersten Bundessieger im Zupfinstrumentenmacher-Handwerk gekürt worden.

Gelernt hat er in einer verkürzten Lehrzeit von 2018 bis 2020 bei Gitarrenbauer und Ausbilder Michel Brück (Gitarrenwerkstatt Michel Brück) in Königsberg.
Sein Gesellenstück, mit dem er die Jury begeistern konnte, war eine „Klassische Konzertgitarre“ nach dem Vorbild der historischen spanischen Konzertgitarre von Antonio de Torres . Äußerlich besticht das Instrument durch ihre Fichtendecke mit Schellackpolitur. Dafür gab es vom Prüfungsausschuss eine Fertigungsvorgabe von 100 Stunden.

Hier ein Link zu einem akustischen Eindruck einer solchen Gitarre, der nur einer von vielen Videos auf YouTube zum Thema de Torres ist.

Leider bekam der 27jährige Bundessieger in seinem Ausbildungsberuf die Siegerurkunde des „Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin“ Pandemie-bedingt per Post, statt persönlich in Berlin. So bekannte Keller, statt vor der Jury, dem hiesigen Lokalreporter Klaus Waldschmidt gegenüber, dass er selbst gerne Gitarre spielt. In der Ausbildung habe er die Eigenschaften der verschiedenen Hölzer kennengelernt und das Material Holz begeistere ihn.
Marius Keller lobte im Interview das gute Arbeitsklima, das freundschaftliche Verhältnis zu seinem Chef und die gute Betreuung in der kleinen Werkstatt, wo er jetzt als Geselle arbeitet, Michel Brück lobte die große Liebe zum Detail, Geschick, Präzision und das sehr gute Gefühl für die Materialien seines Schülers. „Ich empfinde es als großen Glücksfall, dass Marius in meiner Werkstatt arbeitet“, fügte noch hinzu.

Quelle: Gießener Anzeiger, Foto: Waldschmidt